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Neuerscheinung:
In Witten geschrieben Bearbeitet von Wolf-Dieter Lepiorz 120 Seiten, 26 Abb., Hardcover, ISBN 3-935382-07-3, 17,90 EU Am 25. Oktober 2002 zur ersten Wittener Buchmesse vorgestellt. |
Dieses Buch dokumentiert den literarischen Entwicklungsprozeß, der in Witten seit Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1825 nachvollziehbar ist. Der literarische Fortgang begleitet diesen Ort seitdem, denn das älteste verzeichnete Werk (Korte, Karl-Gustav: Koenig Vollmar auf Hardenstein) ist 8 Jahre später erschienen und die erste nachweisbare literarische Veröffentlichung.
Jedes literarische Werk steht für sich und ist nicht abhängig
von der Stadtgeschichte, es steht jedoch mit dem überregionalen
Zeitgeschehen in steter Verbindung. So wird das Übersetzungswerk
von Georg Goyert in seiner gesamten Breite verzeichnet. Fremdsprachige
Werke werden durch seine Übertragungen zum ersten Mal in Deutschland
bekannt. Als sprachliche Meisterleistung ist die erste Übersetzung
des Ulysses von James Joyce zu bewerten, erschienen in 3 Bänden
im Rhein-Verlag, Zürich 1927. Die Werke von Konrad Maria Krug
werden ebenfalls komplett nachgewiesen und darüber hinaus auch
alle dramatischen Überarbeitungen für die Laienspielaufführungen
auf dem Hohenstein, dessen Inszenierungen im Kontext der bürgerlichen
Reformbewegung stehen. Auch die Literatur der Nachkriegsjahre
ist ebenso vollständig notiert. Als eine engagierte, intensive
Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus sind die Romane
"Soldbuch" von Karl Garbe, "Zeit der verlorenen Söhne" von Renard
Völker und "Kassensturz" von Paul Karalus hervorzuheben.
Auch Zeit- und Gegenwartsromane sowie Erzählungen der unmittelbaren
Gegenwart beispielsweise von Helmut Spiegel, Kurt Dörnemann, Monika
Littau und Otti Pfeiffer werden belegt. Die Kinder- und Jugendliteratur
der Gegenwart in der Ruhrstadt erhalten ihre Eintragungen, zum
Beispiel die Veröffentlichungen von Jürgen Banscherus, Inge Methfessel
und Otti Pfeiffer.
Diese Publikation, als bibliographisches Nachschlagewerk, dokumentiert den literarischen Prozeß in Witten mit rund 700 Titeln. Damit wird sowohl Bibliotheken, Sprachwissenschaftlern und Historikern, aber auch Privatperson mit regional- und literaturhistorische Interessen eine Referenz an die Hand gegeben.
In akribischer Kleinarbeit und mit viel Engagement ist diese Bibliographie entstanden. So wird der Kultur- und Geistesgeschichte Wittens durch Wolf-Dieter Lepiorz ein weiterer Mosaikstein hinzugefügt. Nach einer Buchhandelslehre und einem Bibliothekar-Studium war er in seinem Beruf in der Stadtbücherei und im Märkischen Museum tätig und beobachtet seitdem das literarische Geschehen dieser Stadt.
Anregungen? Bitte wenden Sie sich an den Verlag!